Prof. Dr. med. Paul Cullen

Transhumanismus – was ist das?

Ist er wirklich so gefährlich, oder birgt er sogar Chancen in sich?

Die Versuchung, der natürlichen Ordnung nicht den nötigen Respekt zu zollen, oder sich gar Eigenschaften der Götter aneignen zu wollen, ist vielleicht so alt wie die Menschheit selbst. Die Griechen der Antike nannten dieses Verhalten Hybris. In ihrer Mythologie blieb es nicht ohne Strafe, die man Nemesis nannte. In unserer Zeit manifestiert sich diese Versuchung am augenfälligsten in der Bewegung des Transhumanismus, der als Ziel hat mittels biologischer oder technischer Manipulationen den Menschen so zu verändern, dass ein neues Wesen entsteht, das, wie Julian Huxley, Bruder des Schriftstellers Aldous Huxley („Schöne Neue Welt“), sagte „sich genauso viel von unserer Art unterscheiden wird, wie unsere Art sich von der des Steinzeitmenschen unterscheidet“. In diesem Vortrag werde ich versuchen, diese Bewegung einzuordnen und nicht nur ihre Gefahren, sondern auch ihre versteckten Chancen darzulegen.

Der Referent

Prof. Dr. med. Paul Cullen, geb. 1960 in Dublin, Irland, ist Arzt und Publizist. Studium der Humanmedizin am University College Dublin, gefolgt von Aufenthalten in Dublin, Hannover, London und Münster. Zweitstudium der Biochemie mit Schwerpunkt Mole­kular­biologie am King’s College in London. Facharzt für Innere Medizin mit Zusatz­bezeichnung Infektiologie, Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Klinischer Chemiker. Leiter eines großen medizinischen Labors in Münster; außerplanmäßiger Professor für Laboratoriumsmedizin an der Universität dort. Über 250 wissen­schaft­liche Pub­likationen, Beteiligung an mehreren Lehrbüchern. Rege publizistische und Vor­trags­tätigkeit zu ethischen Fragen der Medizin und der Biotechnologie. Mitglied der „Professorengruppe“ „7Argumente“. In dieser Rolle nationale Sicht­barkeit als Kritiker der Corona- und insbesondere der Impfpolitik der Bundes­reg­ier­ung. 

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